Labrador Retriever Zucht "of dark nights" Idylle zwischen Wald und Leben
Labrador Retriever Zucht "of dark nights"  Idylle zwischen Wald und Leben  

Der Hund kratzt sich vermehrt, die Ohren jucken, Hautbezirke verändern sich und das Fell erstrahlt nicht mehr im alten Glanz..... all das können Hinweise auf einen parasitären Befall sein.

 

Milben sind weit verbreitet und können unseren Haustieren so ziemlich überall begegnen - ne nach Milbenart genügt die Berührung mit Artgenossen, andere tierische Mitbewohnern, Pflanzen im Garten und auf dem Spazierweg...

Daher kann der Kontakt zu den Spinnentieren realistisch gesehen, gar nicht ganz unterbunden werden, zumal einige Arten unbemerkt auf unseren vierbeinern Leben, ohne jemals irgendein Problem zu verursachen - das ist völlig normal.

Trotzallem kann man prophylaktische Maßnahmen ergreifen, wie z.B. regelmäßig alles Hundezubehör zu reinigen (Decken, Bettchen, Geschirr und Leine, Halsband, etc.) sollte es nötig sein, kann man auch Desikfektionsmittel zu Einsatz bringen, dies sollte man jedoch nicht zuoft, denn es zerstört das Immunsystem und durch den starken Geruch ist es unangenehm für unsere Vierbeiner.

 

 

Herbstgrasmilbe

 

Die Ursache für den starken Juckreiz, der dazu führt, daß die Tiere vor allem ihre Pfoten regelrecht benagen sind zu dieser Jahreszeit meist Herbstgrasmilben (Neotrombicula autumnalis). Wie der Name schon sagt, sitzen sie auf Gräsern, wovon sie beim Vorbeigehen von Tier oder Mensch abgestreift werden (den Mensch schützen allerdings meist lange Hosen).

Schätzungsweise jeder dritte Hund bringt diese lästigen Plagegeister vom Spaziergang in Wald und Wiese mit nach Hause. Die kleinen, orange-roten Milben (mit bloßem Auge sichtbar) sitzen vor allem an den Beinen, Pfoten (besonders zwischen den Zehen), Bauch, Schenkelinnenseiten, Lefzen, Nasenrücken und Ohren. Während ihres Wachstums durchlaufen sie drei Entwicklungsstadien: Larve (3 Beinpaare, 0,2-0,5mm), Nymphe (2 Beinpaare) und schließlich die adulte Milbe (4 Beinpaare, bis 1mm). Während das adulte Tier freilebend ist und sich von kleinen Insekten und deren Eiern ernährt, benötigt die Milbenlarve und eventuell auch die Nymphe den Saugakt auf einem Warmblüter (z.B. Rind, Schwein, Hund, Katze, Mensch), um sich zu ernähren und weiterzuentwickeln. Als sogenannte Saugmilbe nimmt sie hierbei mit ihrem langen Saugrüssel Lymphe von dem Wirtstier auf. Nach dem Vollsaugen fällt die Larve ab und verkriecht sich im Erdboden, wo sie sich weiterentwickelt (keine Vermehrung in der Wohnung!). Aufgrund allergischer Hautreaktionen (Speichel der Milben wirkt als Allergen) kommt es beim Wirt zu massivem Juckreiz und bei empfindlichen Tieren kann der Herbstgrasmilbenbefall sogar zu dicken Hautquaddeln, zugeschwollenen Augen und Lefzenödemen führen, selbst geschwürartige Veränderungen kommen vor. Der starke Juckreiz hält auch nach dem Biß und dem Abfallen der Parasiten noch einige Zeit an, so daß die geschädigte und gereizte Haut für bakterielle Sekundärinfektionen anfällig wird. Einzelne Ekzeme oder sogar eine generalisierte Dermatitis (Hautentzündung) können die Folge sein.

Beim Mensch bezeichnet man dies auch als "Gebüschkrätze". Sollte ihr Vierbeiner nach einem Spaziergang mit beschriebenem Juckreiz reagieren, empfiehlt es sich die betroffenen Körperregionen gründlich zu waschen. Bei ihrem Tierarzt erhalten sie hierfür ein spezielles juckreizstillendes Shampoo. Anschließend bringen kühlende Lotionen Linderung. Bei sensiblen Hunden ist es ratsam, das Tier vorbeugend mit bestimmten Sprays einzusprühen oder mit entsprechenden Antiparasitenshampoos zu baden, um so den Befall mit Herbstgrasmilben zu vermeiden. Die Hauptzeit der Herbstgrasmilben beginnt meistens im August und geht bis Oktober, je nach Witterung (schönes, warmes Herbstwetter) ist mit den Lästlingen aber noch bis Mitte November zu rechnen. So weit man weiß, werden hier bei uns von den Herbstgrasmilben zum Glück keine Krankheiten übertragen. Anders verhält es sich mit einer nah verwandten Trombicula-Art (Trombicula akamushi), die in Ostasien, vor allem in Japan, die Erreger (Rickettsia orientalis) des sogenannten Tsutsugamushi-Fiebers auf den Menschen überträgt.

Als andere Ursache für massiven Juckreiz und Hautprobleme bei ihrem Tier sollten sie im Moment auch immer einen Flohbefall in Erwägung ziehen. Durch die Igel, die auf der Suche nach Nahrung und Überwinterungsmöglichkeit im Herbst vermehrt in unsere Gärten kommen, werden auch die Flöhe mitgebracht. Wahre "Flohmutterschiffe" stellen die Igel dar. Dabei muß ihr Haustier gar nicht mit dem Igel selbst in Kontakt kommen, um sich eine Flohplage einzufangen, es reicht, wenn der Schlafplatz des Igels entdeckt und gründlich untersucht wird. Symptome und Folgen eines Flohbefalls gleichen denen der Herbstgrasmilben: starker Juckreiz, Hautrötungen, Ödeme, Haarausfall bis hin zur ausgeprägten Flohdermatitis. Bei entsprechenden Problemen hilft Ihnen ihr Tierarzt gerne weiter und berät Sie über die nötige Therapie bzw. vorsorgliche Prophylaxe.
 

 

 

Demotikose

 

Die Demodikose ist eine parasitäre Hauterkrankung, der eine exzessive Vermehrung
von Demodexmilben zugrunde liegt. Demodexmilben gehören zur normalen Hautfauna
behaarter Säugetiere und des Menschen. Sie kommen artspezifisch in meist jeweils
zwei bis drei Unterarten vor. Unbehaarte Meeressäuger wie Seehunde, Wale oder
Delphine weisen keine eigenen Demodexmilben auf.
Der Lebensraum von Demodex canis, der wichtigsten Demodexmilbe des Hundes, sind vor allem
die Haarfollikel (= Haarbälge, deshalb auch die Bezeichnung „Haarbalgmilbe“) sowie Talg- und apokrine Schweißdrüsen.

 

Welche Hautveränderungen sind bei Demodikose durch Demodex canis typisch?
Durch eine übermäßige Vermehrung dieser Milbe in den Haarfollikeln (wo
die Haare gebildet werden), kommt es zu haarlosen Hautbezirken. Häufig weisen
diese Hautbezirke eine Rötung der Haut (Erythem) und

 

 

1. Lokalisierte, spontane Demodikose (Demodex canis)
Hunde aller Rassen können an dieser Form der Demodikose erkranken. Die betroffenen
Tiere sind meist im jugendlichen oder `pubertierenden` Alter. Sie zeigen einige
wenige (normalerweise ein bis fünf) haararme bis haarlose Hautveränderungen,
zunächst ohne Juckreiz, evtl. mit Rötung der Haut oder auch Schuppenbildung. Bei
bakterieller Sekundärinfektion kann Pruritus (Juckreiz) dazu kommen. Die Stellen
werden besonders häufig an Kopf und Hals, aber auch an Gliedmaßen und Rumpf
beobachtet.
Die Erkrankung wird nicht selten rein zufällig entdeckt und leicht übersehen, vor allem bei langhaarigen Hunden.
Die lokalisierte Demodikose des jungen Hundes führt zu einer Spontanheilungsrate von über 90%.
Sie ist nach heutigem Wissensstand nicht erblich! Bei dieser Form der Demodikose
ist kein Zuchtausschluss erforderlich.

Es wird empfohlen, auf ein akarizides Mittel zur Behandlung der Demodexmilben zu verzichten. Die
Spontanheilung ohne Einsatz akarizider Mittel sichert die Feststellung, dass es
sich nicht um eine generalisierte erbliche Form handelt.

Bakteriell infizierte Hautbezirke können dagegen mit einem antibakteriellen Mittel wie
beispielsweise Benzoylperoxid-Gel oder Shampoo behandelt werden. Durch örtliche
Anwendungen und die damit verbundene mechanische Reibung können solche Haare,
welche Wurzelbereich bereits geschädigt sind und später sowieso ausgefallen
wären, gleich verloren gehen und ein Fortschreiten der Erkrankung vortäuschen.
Falls gleichzeitig ein Befall mit Darmparasiten (v.a. Verwurmung)
vorliegt und möglicherweise die Immunabwehr des Patienten beeinträchtigt, sollte
dieser behandelt werden.
Regelmäßige Kontrollgeschabsel zur Überwachung
des Krankheitsverlaufs werden alle 2-3 Wochen dringend empfohlen. Falls die
Erkrankung in eine generalisierte Form übergehen sollte, kann so umgehend eine
akarizide Therapie eingeleitet werden. mit Pustel- und
Krustenbildung sowie unterschiedlich starkem Juckreiz.

 

 

2. Lokalisierte, iatrogene Demodikose (Demodex canis)

Unabhängig vom Lebensalter und der Rasse kann eine lokalisierte Demodikose
durch eine örtliche Immunsuppression ausgelöst werden, beispielsweise durch die
Injektion eines Depot-Kortisonpräparates oder von Depot-Gestagenen (zur
Läufigkeitsverhütung) unter die Haut oder durch die lokale Anwendung von
Kortisonsalben oder -cremes.
Normalerweise ist nur eine einzelne Hautstelle betroffen, oft im Bereich der seitlichen Brustwand oder Flanke, wo eine subkutane Injektion erfolgte. Bei kurzhaarigen Hunden sind die Veränderungen
offensichtlich, bei langhaarigen Hunden werden sie möglicherweise übersehen, da
das gesunde Haar sie abdecken kann.
Wie bei der spontanen Form ist auch diese Erkrankung durch Veränderungen mit Haarverlust, Rötung der Haut, Pustel- und Krustenbildung und eventueller bakterieller Beteiligung mit oder ohne
Juckreiz gekennzeichnet. Außerdem erscheint die Haut oft pergamentartig und
durch einen Kortison-bedingten Abbau von Kollagen in der Cutis extrem dünn.

Die Veränderungen können hartnäckig sein. Sie können lange Zeit (bis über
einem Jahr) bestehen bleiben, bevor sie nach Abklingen der (Depot-)wirkung des
verursachenden Präparates dann meist ohne weitere Behandlung abheilen.
Zur Diagnose führen ein entsprechender Vorbericht, mikroskopische
Untersuchungen tiefer Hautgeschabsel auf Demodexmilben und Untersuchungen auf
Bakterien. Falls keine stärkere Entzündung festgestellt wird, kann einfach
abgewartet werden, bis die Wirkung des Depot-Präparates abgeklungen ist und sich
die Haut wieder normalisiert. Bei sekundärer bakterieller Infektion und
zahlreichen lebenden Milben im Hautgeschabsel wird dagegen mit einem Akarizid
und mit antibakteriellen Mitteln behandelt, normalerweise täglich über mehrere
Wochen. Da das Abheilen der Veränderung v.a. nach Anwendung von
Depot-Präparaten viele Monate lang dauern kann, ziehen manche Besitzer die
chirurgische Entfernung des subkutan liegenden Depotpräparates vor. Es stellt
sich normalerweise als flaches Scheibchen im Unterhautgewebe dar und kann
relativ einfach entfernt werden. Züchterische Maßnahmen sind bei dieser
Demodikoseform natürlich ebenfalls nicht erforderlich.

 

 

3. Generalisierte, erbliche Demodikose (Demodex canis)


Diese Form tritt beim jungen Hund, je nach Rasse bis etwa 1,5 oder 2
Jahre auf. Bei diesen Patienten ohne erworbene Immunsuppression geht man von dem
bereits erwähnten erblichen spezifischen Immundefekt (autosomal-rezessiv?) und
sekundärer Induktion einer unterschiedlich starken zellvermittelten
Immunsuppression aus. Der Verlauf der Erkrankung hängt vom Schweregrad des
Immundefekts und ob und in welchem Maß eine sekundäre bakterielle Infektion
vorliegt und zu einer zusätzlichen sekundären Immunsuppression geführt hat.
Für die generalisierte, erbliche Demodikose gelten u.a. folgende Rassen
als prädisponiert: Bobtail, Collie, Afghane, DSH, Cocker, Dobermann, Dalmatiner,
Deutsche Dogge, Englische Bulldogge, Französische Bulldogge, Bullterrier,
Boston-Terrier, Dackel, Chihuahua, Boxer, Mops, Shar-Pei, Beagle und Englischer
Pointer.

Die Hautveränderungen äußern sich zunächst in fokaler oder
diffuser Alopezie (Haarverlust) mit Schuppenbildung und Erythem (Rötung der
Haut). Der Kopf, manchmal mit Veränderungen, die einer „Brillenbildung“ ähneln,
und die Vorderbeine sind häufig als erstes betroffen. Eine Generalisierung
erfolgt meist sehr rasch. Bakterielle Sekundärinfektionen treten regelmäßig auf
und sind entweder oberflächlich mit Papeln, Pusteln, häufig mit Juckreiz oder
tief mit Furunkeln, Zellulitis, Ödemen, Fistelbildung und Schmerz. Auch die
Bildung von Komedonen („Mitessern“) sowie Hyperkeratose (Verhornungsstörungen)
werden beobachtet. Nicht selten kommt es zu einer generalisierten
Lymphadenopathie (Schwellung aller Körperlymphknoten im Einzugsbereich der Haut)
sowie schweren Allgemeinstörungen und Fieber. Durch Bakterientoxine und
Entzündungsmediatoren werden auch andere Organe geschädigt. Durch die Sepsis
(Blutvergiftung) kann es zum Tod des Patienten kommen.

 

 



 

 

Ohrmilben

Ohrmilben sind kleine Parasiten, die die Ohren von Katzen und Hunden besiedeln und sich dort vermehren  Manchmal befallen sie auch andere Tierarten, wie z.B. Frettchen und auch den Menschen. Die Ohrmilben ernähren sich von abgestorbenen Hautzellen und Körperflüssigkeiten und sie fühlen sich besonders im äußeren Gehörgang wohl. Hier sind sie Ursache für starke Entzündungssymptome, die sich als Ohrentzündung mit einem schwarz-braunen, bröckeligen Sekret zeigt. Vom Ohr aus können sie sich in seltenen Fällen ausbreiten und einen stark juckenden Hautausschlag bewirken. Diese Milben sind hochgradig ansteckend und werden von Tier zu Tier durch direkten Kontakt übertragen. Der Befall mit Ohrmilben tritt in erster Linie bei Jungtieren auf.

Die Art der Behandlung von Ohrmilben hängt davon ab, wie schwer die Symptome sind. Häufig werden Ohrentropfen verschrieben, die auch den Juckreiz der befallenen Tiere lindern können. Ist sehr viel Sekret im Gehörgang vorhanden, kann eine gründliche Ohrreinigung notwendig sein. Die Milben werden durch Behandlung mit speziellen Ektoparasitika abgetötet. Gleichzeitig sollten alle Kontakttiere behandelt werden, egal ob sie Symptome zeigen oder nicht. Wirkstoffe, die zur Umgebungsdesinfektion bei Flohbefall eingesetzt werden, wirken auch gegen Ohrmilben. Ohrmilben können in der Umgebung drei Wochen und länger überleben.

 

 

 

Cheyletiella-Milben

 

Cheyletiella-Milben sind ansteckende Milben, die verschiedene Tierarten befallen
können, denn sie sind wenig wirtsspezifisch: Empfänglich sind Hunde, Katzen und
Kleinsäuger (v.a. Kaninchen).
Sie sind Zoonoseerreger, können also Menschen anstecken (etwa jede 4.-5. Kontaktperson). Diese zeigen dann kleine, rote, juckende Stellen an Kontaktstellen mit dem Tier (Arme, Beine, Bauch,
Brustbereich etc.). Diese werden oft als Mückenstiche, Neurodermitis, psychogene
Dermatitis etc. fehldiagnostiziert.
Da Menschen Fehlwirte sind, entwickeln sich die Milben nicht weiter, die Veränderungen klingen also nach
wenigen Tagen ab, solange aber weiter Milben übertragen werden, treten auch
immer neue Hautveränderungen auf.

Cheyletiellen werden entweder durch direkten Kontakt (hochkontagiös!) oder die Umgebung übertragen. Auch können sie bis zu 21 Tage in der Umgebung ansteckungsfähig bleiben. Weiterhin wird eine indirekte Übertragung über Flöhe, Fliegen und Läuse diskutiert.

Cheyletiellen leben sehr oberflächlich auf der Haut, die sie zur Aufnahme von
Gewebsflüssigkeit durchbohren. Die weiblichen Milben legen Eier, die an die
Haare des Wirtstiers angeheftet werden und aus denen sich über Larven- und
Nymphenstadium wieder adulte Tiere entwickeln.
Der gesamte
Entwicklungszyklus dauert 5 - 6 Wochen und läuft komplett auf dem Wirtstier ab.

 

 

 

Sarcoptes Milbe (Grabmilbe)

 

Eine äußerst unangenehme Milbe für unseren Hund. Einmal befallen, leidet er an schier unstillbarem Juckreiz. Er will nicht fressen, er will nicht laufen, er will nicht ruhig liegen ohne sich ständig jucken zu müssen. So lauten die meisten Symptome der Hundehalter, wenn sie ihre Tiere in unserer Praxis vorstellen. Erste Stellen an denen der Hund befallen wird, sind meistens am Kopf, besonders an den Ohren, auf dem Nasenrücken und um die Augen. Erfolgt keine Behandlung, droht der Befall des gesamten Körpers.

Die Milbenweibchen bohren sich in die obersten Hautschichten um ihre Eier dort abzulegen. Gerade diese Bewegungen in der Haut führen zu dem Juckreiz. Wegen dieser Bohrtätigkeit wird die Sarcoptes Milbe auch Grabmilbe genannt. Doch wie ziehen Sie weitere Rückschlüsse auf diese Milbenart? Es zeigen sich Knötchen, Schuppen oder Pusteln. Leider sind diese Anzeichen am Anfang nicht immer leicht zu erkennen. Im weiteren Verlauf führen die Verletzungen an der Haut zu entzündlichen Prozessen. Die Haut verdichtet und verhornt sich. Wird die Krankheit nicht rechtzeitig und ordnungsgemäß behandelt, kann sie im schlimmsten Fall zum Tod des Hundes führen.

 

 

Räude

 

Die klassische Räude (beim Menschen Krätze genannt) wird durch Krätz- oder Räudemilben des Hundes verursacht, die häufigste Milbenart bei diesen Vierbeinern. Die Erkrankung beruht auf den zahlreichen Hautreaktionen des Tieres auf einen Parasitenbefall.

 

Milben leben meist sehr artspezifisch, so dass der Befall durch den Kontakt mit anderen infizierten Hunden verursacht wurde. Dabei muss kein direkter Fellkontakt bestanden haben; es reicht die Anwesenheit an einem Ort zusammen mit befallenen Hunden. Milben kommen in unseren Breitengraden nicht mehr so häufig vor wie Flöhe.

 

Charakteristisch für einen Befall sind Schuppen- und Faltenbildung. Die klassische Räude zählt zu den Hauterkrankungen, die mit besonders starkem Juckreiz verbunden sind. Dieser wird zum Einen durch die Irritation durch die Parasiten selbst, zum Anderen aber auch durch allergische Reaktionen auf Milbenspeichel und Milbenkot seitens des Hundes verursacht. Hinzu kommen rote Papeln, Haarausfall und stellenweise auch eine Verdickung der Haut sowie ein ranziger Geruch durch die Zunahme der Hautfettproduktion (Seborrhoe). Die Hautveränderungen beginnen am Kopf und an den Ohren der Hunde und können sich später über den ganzen Körper - einschließlich des Schwanzes - ausbreiten.

 



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© Michael und Sybille Stellmann "of dark Nights"