Labrador Retriever Zucht "of dark nights" Idylle zwischen Wald und Leben
Labrador Retriever Zucht "of dark nights"  Idylle zwischen Wald und Leben  

Anfang 2012 trafen sich in Budapest Tierärzte und Parasitologen aus aller Welt und um welches Thema ging es? Nur um die Zecken!

 

Viele Parasitologen beschäftigen sich mit den Spinnentieren, denn die Krankheiten, die von den Zecken übertragen werden können setzen Mensch und Tier ganzschön zu. Ihre Rolle als Überträger für Zoonosen, Borreliose, Babesiose und Ehrlichiose macht die Parasiten aktiv für die Wissenschaft.

 

Mit dem Wissen über die Zecke, wachsen auch die Mittel auf dem Markt, doch was taugt wirklich was? Was braucht man überhaupt? Kann es auch meinem Hund schaden?

 

 

Fakt ist: Die Zeckenzahl nimmt deutlich zu und neue Arten breiten sich aus.

 

Selbst vor exotischen Krankheiten sind wir in Deutschland nicht mehr sicher, denn auch Babesiose, Ehrlichiose und Anaplasmose sind bereits registriert worden. Vorallem infizieren sich unsere Vierbeiner mit diesen Krankheiten, wenn Sie Herrchen oder Frauchen in den Urlaub im Mittelmeerraum begleiten. Lange dachte man, die hier aufgetretenen Fälle wären eingeschleppt, doch mittlerweile ist klar, auch ierzulande können sich Hunde infizieren. Die Zahl der Krankheiten durch Zecken ist sprunghaft angestiegen, glücklicherweise liegt das aber auch an der verbesserten Diagnostik unserer Tierärzte.

 

 

Zecken brauchen Außentemeraturen von mindestens sechs bis acht Grad um aktiv zu sein, das heißt aber nicht, dass Sie bei Frost sterben!

Die Braune Auwaldzecke überlebt den Winter meist nicht, kann dafür aber, als eine der wenigsten Zeckenarten im Haus überleben und sich so massenhaft fortpflanzen.

 

 

Borreliose:

Sie ist die häufigste von Zecken übertragene Krankheit. Menschen erkranken häufiger und schwerer als Hunde. Borreliose wird vorallem von der Zecke Holzbock übertragen. Nur bei etwa der Hälfte der Infizierten tritt die Krankeit auf. Oft fällt um die Einstichstelle eine Rötung auf, welche langsam größer wird. Wochen oder Monate später treten Taubheitsgefühle, schmerzahfte Nervenentzündungen oder Lähmungen auf, meist dort, wo der Blutsauger saß. Nach etwa einem halben Jahr oder mehr, können sich Gelenkentzündungen oder Nervenschmerzen entwickeln. Bei Hunden sind die Symptome vergleichbar, obwohl Hunde seltener erkranken.

 

 

Babesiose:

Die Erreger der Babesiose sind kleine Einzeller, welche von der Auwaldzecke auf den Hund übertragen werden. Babesiose wird auch Hundemalaria genannt, da sich die Krankheiten ähneln. Die Einzeller befallen und zerstören die roten Blutkörperchen. Babesia canis befällt ausschließlich Hunde. Die Erkrankung wird hauptsächlich durch Blutarmut festgestellt. Manche Hunde zeigen keine Symptome, andere haben hohes Fieber (bis 42 Grad), sind müde und matt, verlieren ihren Appetitt und auch nicht mehr zu motivieren. Mit der Zeit wird viel Gewicht verloren, es kommt Blutarmut und Gelbsucht hinzu. Bei massiver Zerstörung der roten Blutkörperchen verfärbt sich der Urin dunkelrot. Sollte das zentrale Nervensystem mitbetroffen sein, kann es zu Lähmungen, epileptische Anfälle und Bewegungsstörungen kommen.

 

 

Ehrlichiose, Anaplasmose:

Ursache beider Krankeheiten sind Bakterien, vorallem sind Hunde in Südeuropa gefährdet. Ehrlichiose wird von der bei uns selteneren Braunen Hundezecke übertragen, Überträger der Anaplasmose ist der Holzbock. Da die Bakterien in die weißen Blutkörperchen eindringen, werden sie in Lymphknosten, Leber und Knochenmark transportiert.

Tiere die an Ehrlichiose erkankt sind, leiden unter hohem Fieber, ihre Lymphknoten schwellen an und sind apathisch. Chronisch an Ehrlichiose erkrankte Hunde magern ab, zeigen eine deutliche Blutungsneigung. Menschen können sich nicht an Ehrlichiose infizieren. Bei der Anaplasmose können zusätzlich Lahmheit, Husten, Magen-Darm-Symptome auftreten. Menschen können Hunde-Anaplasmose bekommen! Nach heutigen Wissenstand ist die Gefahr aber gering und es kann mit Antibiotika behandelt werden!







FSME (Frühsommer-Menigo-Enzephalitis):

das FSME-Virus wird über den Holzbock übertragen und verursacht beim Menschen eine Hirnhaut- und Hirnentzündung. Das Virus wird mit dem Stich über den Speichel übertragen. Oft sind die Symptome unklar, Mattigkeit, Fieber oder Bewegungsstörungen können Hinweise sein. Später können auch Halsbeugestörungen auftreten. Auch Hunde können sich infizieren, sind aber seltener betroffen als Menschen. Ist die Krankheit ersteinmal ausgebrochen, gibt es kein wirksames Medikament dagegen. Für den Menschen gibt es Schutzimpfungen, die auch bei Kindern ab einem Jahr möglich sind, bei kleineren Kindern führt diese häufiger zu Fieber als Nebenwirkung, klingt aber schnell ab.



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© Michael und Sybille Stellmann "of dark Nights"